Schwedisch Lappland 27.12.17-02.01.18

Am Mittwoch um 10.25h starteten wir unsere Reise nicht mit unserem glampingbus, sondern mit dem Flieger ins ca. 2000km entfernte Arvidsjaur. Arvidsjaur ist ein kleines Städtchen mit 3000 Einwohnern in schwedisch Lappland. Bis auf die Landung hatten wir einen angenehmen Flug mit reichlicher Verköstigung (Reis, Hähnchen und Böhnchen, Jogurt und belegtes Brötchen). In Arvidsjaur wurden wir bei -10 Grad Celsius und leichtem Schneefall von Martin, unserem Reiseleiter in Empfang genommen. Mit ihm und sieben weiteren Gäste ging es mit dem Reisebus über die schneebedeckten Straßen zu unserem Hotel. Während der 10 Min. Fahrt erzählte Martin uns nebenbei ein paar interessante Dinge über Lappland. Im Hotel angekommen bezogen wir gleich unsere Minisuite und trafen uns eine halbe Stunde später nochmal mit Martin um weitere Details zu besprechen, sowie unsere Winter-Outdoorausrüstung zu bekommen. Nachmittags bummelten wir noch ein wenig durch das Städtchen und deckten uns gleich mit ein paar Lebensmitteln vom ICA ein, so dass wir abends lecker à la Schwedeurlaub im Sommer vespern konnten. Da wir mit unserer eigenen Winter Outdoorausrüstung eingekleidet waren, hatten wir wirklich keine Probleme mit der Kälte. Abends machten wir noch einen Spaziergang um den See. Sowohl der Ort und die Natur sehen mit dem vielem Schnee und den Lichtern einfach traumhaft aus.

Am Donnerstag standen wir um 8h auf, uns erwartete ein sehr reichlich und leckeres Frühstücksbüffet. Selbst das Brot und die Brötchen waren genießbar. Die Sonne scheint zur Zeit gute drei Stunden, wobei man insgesamt nochmal drei Stunden Dämmerung dazu zählen kann, so dass man insgesamt auf sechs Stunden Tageslicht kommt. Nach dem Frühstück machten wir uns gleich auf unsere erste Wanderung auf den Prästberget. Der Weg führte uns teilweise querfeldein, über Loipen, Schneemobilstrecken und den Berg hoch an der Skipiste entlang. Je höher wir kamen, desto dichter wurden die Wolken. Oben angekommen, tranken wir unseren warmen Tee, genossen die Aussicht und die wunderschöne Winterlandschaft. So viel Schnee hab ich noch nie gesehen! Als wir im Hotelzimmer wieder ankamen, war, wie so üblich unser Bett gemacht und zu unserer großen Überraschung unser gebrauchtes Geschirr vom Vortag von der Hotelfee gespült. Was für ein Service! Da wir eine Mimisuite gebucht hatten, konnten wir abends uns eine Maultaschensuppe kochen. Unseren Abendsspaziergang führte uns diesmal durch ein Wohngebiet mit vielen roten und leuchtenden Schwedenhäusern, jedoch ohne Nordlichter.

Am Freitag ging es gegen 11h zu einer Tour um Arvidsjaur mit einem Zwischenstopp in einem kleinem Lädchen, welches Fisch, eigenes Rentier- und Elchfleisch verkaufte. Für unser heutiges Vesper gönnten wir uns einen geräucherten Lachs. Während der ca. dreistündigen Tour sahen wir einige Schneemobile und es schneite den ganzen Tag. Abends machten wir noch eine kleine Einkaufstour und kochten Spagetti pomodorro.

Am Samstag ging es nach dem Frühstück wieder raus, bei Schneefall und nur -6 Grad Celsius. Wir erkundeten die Landschaft auf der nördlichen Seite von Arvidsjaur. Der Weg führte uns durch Wälder und an Seeufern entlang. Unseren warmen Tee tranken wir auf einem Vogelbeobachtungsturm, zu dem wir aber erst durch Tiefschnee stapfen mussten. Die Wolken lockerten sich etwas auf und wir bekamen ein kleines bisschen blauen Himmel zu sehen. Auf dem Rückweg kamen wir an einer präparierten Schneemobilpiste vorbei und bewunderten die Sprünge der Fahrer. Da Lars sich heute nicht so wohl fühlte und bis zu Abend hin dann auch krank wurde, wurde der Nachmittag gemütlich im Hotel verbracht und plötzlich hoppelte ein Schneehase am Fenster vorbei.

Am Sonntag durfte ich dann alleine frühstücken gehen, Lars blieb den ganzen Tag im Bett. Zu unserer großen Freude war der Himmel morgens um 9h wolkenlos und es wurde ein wunderschöner Tag. Die Sonne hab ich aber nicht zu Gesicht bekommen, sie blieb unterhalb der Baumgrenze. Aber das Licht war herrlich während meiner 2 stündigen Tour durch den Schnee. Ich startete bei -12 Grad Celsius, nachmittags hatten wir dann -16 Grad. Den Silvesterabend liesen wir gemütlich ausklingen.

Am Montag ging es Lars etwas besser, so dass ich nicht alleine frühstücken gehen musste. Bis auf eine kleine Einkaufstour zum coop bei -4 Grad Celsius machten wir einen Lungertag. Abends packte es mich dann doch noch und ich ging eine Runde um den See. Ein letztes Mal „winterwonderworld“ ohne Nordlichter, dafür mit Schneehase. Um die Nordlichter zu sehen und die richtige lappländische Kälte zu erleben, müssen wir wohl noch einmal solch eine Reise tun!

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